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R. A. Wilson über Verschwörungstheorien

Einige Zitate:

"...gegen Ende der 60er hatte ich mich dann mehr oder weniger an den Gedanken gewöhnt, daß nahezu jeder, mit dem ich einmal politisch zusammengearbeitet hatte, ein Regierungsagent war. Anstatt nun paranoid zu werden fand ich das eher ziemlich komisch... Die Geschichte der Menschheit ist so fürchterlich, wer das ernst nimmt, muß verrückt werden - deshalb versuche ich, am Lachen zu bleiben."

"Jede Art von Verschwörung, ob von Menschen, Tieren oder Bergen hat eine gewisse Lebenszeit, keine währt ewig, und das ist, was die meisten Verschwörungs-Spinner vergessen. Sie denken, daß Verschwörungen lange, ewig dauern, ich denke dagegen, sie sind in der Regel nur von kurzer Dauer... Ich denke, es gibt keine Verschwörungen, die sich über hunderte oder gar tausende von Jahren erstrecken, abgesehen davon, daß sie einen guten Stoff für melodramatische Romane abgeben, von denen ich einige geschrieben habe."

"Mittlerweile, wir müssen uns nur den Erfolg von "Akte X" und ähnlichen Filmen ansehen, scheint jeder an Verschwörungen zu glauben - und weil die meisten nicht gerade in kritischem Denken geschult sind, sind die verrücktesten Theorien die populärsten. Im zweiten nachchristlichen Jahrhundert war es der Anti-Christ, im Mittelalter war es Satan, heute sind es Außerirdische oder die Trenchcoat-Mafia - zieht sich durch die Verschwörungen, denen durch die gesamte Geschichte der Menschheit das Böse zugeschrieben wird, ein gemeinsamer Faden, haben sie dieselbe Struktur."

"Das ist ja überhaupt einer der Grundzüge des Verschwörungsdenkens: daß die Leute nach Erklärungen für Dinge suchen, die sie nicht verstehen... Um eine etwas objektivere Erklärung dafür zu finden, warum die Dinge nicht so richtig laufen, braucht man vielleicht ein gewisses technisches, politisches, sozialwissenschaftliches Verständnis, aber über das verfügen die Leute normalerweise nicht - sie suchen einen Schuldigen."

"So etwas geschieht dauernd - lügen und spionieren ist tägliches Geschäft in Wirtschaft und Politik, insofern ist das Verschwörerische dem Kapitalismus eingeboren. Nichts daß er von der Spitze, von einer supergeheimen Gruppe regiert würde, wie einige Verschwörungstheorien glauben, sondern im Prinzip verhält sich jedes einzelne Individuum als Verschwörer, wie beim Poker."

"...denn die Welt ist so kompliziert geworden, daß eine kleine Gruppe gar nicht genug davon verstehen kann, um sie zu kontrollieren. Internet bedeutet die Abwesenheit von Kontrolle über das ganze System als einzige Möglichkeit das System aufrechtzuerhalten. Keine kleine Truppe von Verschwören kann jemals das Netz kontrollieren. Der einzige Weg das Netz als Ganzes aufrecht zu erhalten ist die Dezentralisierung der Kontrolle. Es läßt sich nie 100-prozentig verhindern, daß sich jemand die Mühe macht, die Web-Seite der CIA in "Central Stupidity Agency" umzuwandeln - nur um zu zeigen, daß traditionelle Kontrolle, wie sie die CIA betreibt, nicht mehr funktioniert."

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Link/Quelle:
Alles unter Kontrolle?

Buchtip:
Robert A. Wilson - Das Lexikon der Verschwörungstheorien

11.3.07 03:12


Warum beten wir Götter an?

...Göttinnen sind doch genauso gut!

Ich möchte heute über meine 3 Lieblingsgöttinnen schreiben, die etwas mehr Anerkennung verdienen.

I. Nuit

Nuit ist die Göttin aus Aleister Crowley's "Liber Al vel Legis"* (Buch des Gesetzes), die das Gesetz von Thelema (Thelema = Wille) verkündet.
Das Liber Al wurde Crowley angeblich von Aiwass (oder Aiwaz), seinem heiligen Schutzengel, höherem Ich, einem Außerirdischen oder einem komischen Geist (was immer man glauben will), vom 8 bis 10 April 1904 im Museum von Kairo bei der "Stelle der Offenbarung" (Stele des Ankh-af-na-Khonsu) diktiert. Die Frage ob Crowley's Geschichte über das Niederschreiben wahr ist oder nicht ist meiner Meinung nach zweitrangig. Vielleicht hat Aiwass im das Buch diktiert, vielleicht auch nicht. Das wichtigste ist doch wie auch bei der Bibel was man in seinem Leben damit anstellt und auf welche Art man es intepretiert.

Nuit, in der ägypthischen Mythologie auch Nut genannt, ist die Himmelsgöttin. Sie wird auf der Stele als Firmament dargestellt (Nut gilt als Symbol für Firmament und Mutter der Gestirne), mit gewölbtem Körper, der mit Füssen und Händen den Horizont berührt.

Nuit spricht im unter anderem 1. Kapitel des "Liber Al vel Legis" über das Prinzip der Liebe (Griechisch: Agape; Agape = 93, Thelema = 93). Hier einige wichtigen Zitate aus dem 1. Kapitel des Buch des Gesetzes:

I. 3.: Jeder Mann und jede Frau ist ein Stern.
I. 22.: ...Bindet nichts! Mache da unter euch keine Unterschiede zwischen irgendeiner Sache & irgendeiner anderen Sache; denn dadurch kommt Schmerz.
I. 29.: Denn ich bin geteilt um der Liebe willen, für die Möglichkeit der Vereinigung.
I. 30.: Dies ist die Schöpfung der Welt, dass der Schmerz der Teilung wie nichts ist, und die Freude der Auflösung alles.
I. 39.: Das Wort des Gesetzes ist Thelema.
I. 40.: ...Tu was du willst sei das ganze Gesetz.
I. 43.: Tu dies und keiner soll nein sagen.
I. 44.: Den reiner Wille, unbefleckt von Zweck, befreit von der Gier nach Ergebnis, ist in jeder Hinsicht vollkommen.
I. 57: ...Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen.

"Die Stelle der Offenbarung":

 

II. Aphrodite/Venus

Bei den Griechen Aphrodite, bei den Römern Venus, ist die Göttin der Liebe und der Schönheit.

Aphrodite ist in der griechischen Mythologie die Tochter des Uranos, dessen Geschlechtsteile abgeschnitten und ins Meer geworfen wurden. Das Blut und der Samen vermischten sich im Wasser, das Meer schäumte auf und gebar daraus Aphrodite. Es wird aber auch behauptet, dass sie Tochter des Zeus, oder auch des Kronos, was alles jedoch ziemlich egal ist.

Was für den Okkultisten von Interesse ist, sind einerseits die Astrologischen Eigenschaften (der Planet Venus heißt nicht umsonst Venus), aber auch wenn man sich dafür nicht interessiert gibt es andererseits die Liebe (siehe Nuit). Auch der Symbolismus auf der Tarotkarte "Die Kaiserin" des Crowley-Decks deutet auf Aphrodite/Venus. Die Beschäftigung mit dieser Karte ist äußerst interessant.

"Die Kaiserin":

 

III. Eris

Eris ist die griechische Göttin der Zwietracht, des Chaos (bei den Römern Discordia). Ihr Symbol ist der Apfel der Zwietracht, auf dem Kallisti (der Schönste oder für die Schönste) steht.

In der griechischen Mythologie soll Eris nicht auf die Hochzeit der Thetis und des Peleus eingeladen worden sein. Also warf sie ihren Apfel in die Gäste.

Was Eris interessant macht ist, dass sie heutzutage die Göttin des Discordianismus ist. Discordianismus ist eine Spaß- oder Pseudoreligion die alle möglichen Religionen und Gesellschaften parodiert. Die "Bibel" der Diskordier ist das "Principia Discordia", in dem die Geschichte von Eris so beschrieben ist:

Es schien, dass Zeus ein Hochzeitsbankett für Peleus und Thetis vorbereitete und Eris, wegen ihres Rufs als Streithenne, nicht einladen wollte.

Das verärgerte Eris, und so machte sie einen Apfel aus Gold und schrieb darauf KALLISTI, und am Tag des Festes rollte Sie ihn in den Bankett-Saal und ging, um genüsslich an einem Hot Dog teilzuhaben.

Nun beanspruchten gleich drei der eingeladenen Göttinen, Athena, Hera und Aphrodite, dass er wegen der Inschrift ihr gehöre.

Und sie begangen zu kämpfen und eine Prügelei an dem ganzen Ort und überall in Gang zu setzen.


Schließlich beruhigte Zeus die Lage und erklärte, dass ein Schiedsrichter gewählt werden müsse, was ein vernünftiger Vorschlag war, und alle stimmten zu. Er schickte sie zu einem Trojanischen Schafhirten, dessen Name Paris war, weil seine Mutter viel von Gallien gehörte und sie einen Franzosen geheiratet hatte; aber jede der hinterhältigen Göttinnen versuchte, die andere auszuboten, indem sie früher hinging und Paris ein Bestechungsgeschenk anbot.

Athena bot ihm Heroische Kriegssiege an, Hera bot ihm Großen Wohlstand und Aphrodite bot ihm die Schönste Frau der Erde. Weil er ein gesunder junger Mann war, akzeptierte er prompt Aphrodites Bestechungsgeschenk, und sie bekam den Apfel und er 'nen Fick.


Wie sie es versprochen hatte, manövrierte sie die irdischen Geschehen so, dass Paris Helen (Die Helen) haben konnte, die mit ihrem Ehemann Menelaos, König von Sparta, zusammenlebte. Auf jeden Fall weiß jeder, dass der Trojanische Krieg folgte, als Sparta seine Königin zurückverlangte, und dass über den Trojanischen Krieg gesagt wird, dass er Der Erste Krieg zwischen Menschen sei.

Und so leiden wir wegen der Ursprünglichen Abweisung. Und deshalb darf kein Discordier an Hot Dog Brötchen teilhaben.

Glaubst du das?**

Die Diskordier haben 5 Gebote weil:
Das Gesetz der Fünften besagt einfach, dass: ALLE DINGE IN FÜNFEN GESCHEHEN ODER TEILBAR DURCH ODER VIELFACHE VON FÜNF SIND ODER IRGENDWIE, DIREKT ODER INDIREKT, ZU 5 PASSEN.**
Sogar die berühmte 23, denn 2 + 3 = 5

Die 5 Gebote lauten:
I- Es gibt keine Göttin außer der Göttin und Sie ist Deine Göttin. Es gibt keine Erische Bewegung außer der Erischen Bewegung und das ist Die Erische Bewegung. Und jedes Goldenen Apfel Gehäuse ist das geliebte Heim eines Goldenen Wurms.

II- Ein Discordier Soll Immer das Offizielle Discordische Dokumenten Numerierungs-System benutzen.

III- Von einem Discordier wird erwartet, dass er während seiner frühen Illumination Allein Weg Geht & an einem Feiertag freuderfüllt an einem Hot Dog teilhat; diese Andachtszeremonie, um gegen die populären Heidenbräuche dieses Tages zu protestieren: des Katholischen Christentums (kein Fleisch am Freitag), des Judentums (kein Schweinefleisch), der Hindus (kein Rindfleisch), der Buddhisten (kein Fleisch von Tieren) und der Discordier (keine Hot Dog Brötchen).

IV - Ein Discordier soll nicht an Hot Dog Brötchen teilhaben, des Solchen waren der Trost Unserer Göttin, als Sie mit Der Ursprünglichen Abweisung Konfrontiert war.

V- Einem Discordier ist es verboten zu glauben, was er liest.

Siehe auch: Principia Discordia: Eine Predigt über Ethik und Liebe

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* Aus: Aleister Crowley - Liber Al vel Legis
** Aus: Principia Discordia

13.3.07 00:24


Robert A. Wilson über Aleister Crowley

13.3.07 22:37


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