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Aller Anfang ist schwer

(Prof. Dr. John A. Nasty)

Da jeder einzelne Mensch, der einer Sprache mächtig ist, und das Pech besitzt, in einem der zivilisierten Länder zu leben, in der die Nutzung des Internet völlig trivial ist, sein kleines Ego dadurch zu vergrößert scheint, indem er einen so genannten Blog veröffentlicht, wollte ich natürlich der Schaffsherde nicht nachhängen und dachte mir: „Hey, da machste ma mit!“

Wenn ich mich kurz vorstellen darf: Ich bin ein Student des Okkulten und der Mathematik (zwei Bereiche, die einfach zum Wahnsinn führen müssen), der auch seine ‚hochwertigen’ Gedanken, an die gesamte Menschheit weiter geben möchte, und damit vielleicht an einem guten Tag 0.3 Leser erreichen kann. Denn irgendwas in meinem Inneren befiehlt mir auf die Suche zu gehen, nach den kleinen Dingen im Leben, und vielleicht irgendwann erkenne, „was die Welt, im Innersten zusammenhält“.

Nach einiger Zeit, merkt selbst der letzte Depp (wie ich), der die Selbe, bescheuerte Idee hatte, dass dies ein sehr harter Weg ist, aber ganz unter uns gesagt: auch ein sehr lohnenswerter. Denn irgendwann, wenn man nicht mehr weiter weiß, da kommt die Wendung, und man erkennt, wie schön diese Welt, trotz oder vielleicht sogar wegen ihrer Hässlichkeit, ist. Oder anders ausgedrückt: Man muss seine Seele gar nicht dem Teufel verkaufen, um zu bekommen, was man will. Man muss nur alles, was man im Leben erhält, freudig empfangen (auch wenn es manchmal weh tut... und das tut es sehr oft.) Und selbst wenn man mit den Füssen stampft, und heult, wie ein Kleinkind, weil man wieder nicht das bekommen hat, was man wollte, dann sollte man sich als erstes Fragen ‚Will ich das denn tatsächlich?’

Ein großer Mann schrieb einmal nieder: Tu was du Willst, soll sein das ganze des Gesetzes *

...und damit hatte er anscheinend recht.

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* Aleister Crowley: Liber Al vel Legis

4.6.06 17:24


Was damals wirklich geschah

Die Suche nach der Wahrheit habe ich schon vor langer Zeit aufgegeben, bzw. ich habe sie tatsächlich gefunden: Aufgegeben, weil sie nicht existiert, und doch gefunden, weil sie etwas ist, was in jedem einzelnem Kopf existiert, nur jedes Mal ist sie anders. Das, was ich für die Wahrheit halte, ist nicht das, was jemand anders für die Wahrheit hält, und schon gar nicht, was sie wirklich ist. Und schon haben wir ein Paradoxon, wenn man bedenkt, dass die Wahrheit nicht existiert.

Nehmen wir mal eine geschichtliche Tatsache, oder besser gesagt, dass was uns beigebracht wurde, was eine geschichtliche Tatsache ist. Wir brauchen dabei nur ein paar Fakten weg zu lassen, oder zu verdrehen, und schon sieht die Welt anders aus.

Ich glaube an nichts, das vor meiner Geburt, oder an einem Ort geschah, der so weit weg ist, dass meine Sinne das Geschehnis nicht mehr aufnehmen konnten (also sagen wir knapp ein paar Meter), und selbst wenn etwas vor meiner Nase passiert, können mich trotzdem meine Sinne täuschen, oder mein eigenes Gedächtnis mir ein Streich spielen, und wir kommen zu der allseits beliebten Frage „Was ist nun wirklich wahr?“ Oder: „Was ist Wirklichkeit?“

Das ist auch der Grund, warum ich nicht wirklich Nachrichten schaue. Ich bin paranoid genug, um zu glauben, dass man uns rein alles vorsetzten kann. Es sind Leute, die mir erzählen, dass an dem und dem Ort, zu der und der Zeit, dies und das geschehen ist. Aber ich war nicht da. Woher will ich also wissen, dass die Person die Wahrheit erzählt? (Wahrheit??? – Und schon können wir diesen sinnlosen Text oben noch mal von vorne lesen!)

Ich glaube auch keinem Buch, das ich Lese. Ich sage zwar sehr oft: „Hey, schau mal. Die Dinge sind so und so.“ Aber was ich meine ist eher „Da und dort habe ich gelesen, dass die Dinge angeblich so und so sein sollen, aber ich kann es nicht wissen, weil es nicht meinen Erfahrungen entspricht, weil ich es entweder anders oder nie bzw. noch nicht erfahren habe.“ Aber die erste Version ist für den Alltag nun mal kürzer. Und wie gesagt, selbst wenn etwas meinen eigenen Erfahrungen entspricht, kann ich nicht dafür garantieren, ob ich nicht entweder getäuscht wurde, oder mich noch daran richtig entsinnen kann.

Lange Rede kurzer Sinn. Das ganze hätte ich mir auch sparen können und einfach das folgende Zitat abtippen, denn alles passiert ja doch nur in unserem kleinen Gehirn:

Auf kurze Sicht gilt immer noch Orrs Gesetz:
Was immer der Denker denkt, wird der Beweisführer beweisen.

Wenn Sie, lieber Leser, Wissenschaftler sein sollten – regen Sie sich nicht auf. Das bezieht sich nicht auf Sie, sondern nur auf die umnachteten Schachköpfe aus dem anderen Lager, die einfach nicht einsehen wollen, dass Ihre Theorie die einzige wahre ist.*

Darum sollte man sich nicht allzu viele Sorgen machen, denn dieses Gesetz ist einfach nur eine menschliche Schwäche und völlig natürlich. Aber man sollte sich doch bewusst werden, dass wir alle nur das glauben, was wir glauben wollen (bzw. was uns einprogrammiert wurde zu glauben) und offener werden, für andere Theorien oder Ansichten, denn sie sind alle gleich falsch und gleich richtig.

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* Robert A. Wilson: Der neue Prometheus

5.6.06 18:38


Man muss sich nur einen Namen machen

"Max Planck hat dereinst mit einem Kollegen gewettet, dass allein der Name eines Wissenschaftlers das Erscheinen einer (auch offensichtlich unsinnigen) Veröffentlichung in einem wissenschaftlichen Journal ermöglicht. Planck hat daraufhin einen Artikel eingereicht, in dem in wissenschaftlichem Tenor eine fiktive Studie der durchschnittlichen Anzahl der Beine von afrikanischen Giraffen im natürlichen Habitat untersucht wurde. Das Ergebnis lag erwartungsgemäß bei vier. Die Arbeit wurde publiziert und Planck hatte die Wette gewonnen."*

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* Wikipedia
7.6.06 18:41


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